Hüte Schnürstiefeln

Je enger die Kleider wurden, desto größer und vor allem breiter wurden die Hüte. Die „Wagenräder“ boten reichlich Platz für Dekorationen der ausgefallendsten Art. Kurz vor dem ersten Weltkrieg verschwanden diese Gebilde zugunsten kleinerer, schmuckloser und krempenloser Hüte, die man sich tief ins Gesicht zog.

Der Beginn des Krieges war auch für die Mode von einschneidender Bedeutung. Statt Stoff zu sparen, was bei der beginnenden Knappheit verständlich gewesen wäre, legte man zu und verbrauchte immer mehr. Die Röcke wurden weiter, aber auch kürzer. Es entstand die „Kriegskrinoline“. Der weite, wippende Rock besaß viele Volants, war kurz und ließ die in hohen Schnürstiefeln steckenden Beine und Füße sehen. Das Oberteil des Kleides wurde mit engen Ärmeln versehen und saß blusig. Die Mode war selbst im Kriege international. Freund und Feind trug dieses Kleid, „und je weiter sich der Krieg dehnt, um so weiter dehnen sich die Röcke“.

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