Logos von Luxusgütern

Teure Luxusgüter wurden als Investment-Kleidung angepriesen, und die Yuppies, die ganz versessen darauf waren, sich selbst als Mitglieder des Clubs der Großverdiener auszuweisen, sprangen auf den Zug auf. Die Achtziger wurden zu dem Jahrzehnt, in dem die Designernamen ins Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit traten. Accessoires, Handtaschen vor allem, eigneten sich besonders gut für die Zurschaustellung des eigenen Konsumverhaltens, und viele alteingesessene Logos verwandelten sich von diskreten Zeichen des Wohlstands, die nur eine sehr kleine Elite kannte, zu einer international verstandenen visuellen Sprache von Statussymbolen. Logo-Handtaschen, -Aktentaschen und -Koffer von Louis Vuitton wurden in den Achtzigern der Hit, obwohl ihre Wurzeln bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurückreichen. Louis Vuitton begann als einfacher Kofferträger für wohlhabende reisende Damen. Er merkte bald, dass die gewölbten Schrankkoffer, die damals in Gebrauch waren, alles andere als praktisch waren, und entwarf deshalb flache Koffer, die man aufeinander stapeln konnte und die bald der letzte Schrei am Hof von Kaiserin Eugenie waren. 1875 stieg Louis’ Sohn George ins Geschäft ein und entwarf den heute berühmten braunen Segeltuchkoffer, auf dem sich das »LV«-Monogramm als Muster wiederholt. Das Geschäft wurde von Generation zu Generation weitergegeben, und in den Fünfzigern entwickelte Louis’ Enkel Gaston Vuitton den speziellen Wasser abstoßenden Überzug, wodurch modernere Vuitton-Artikel sich wächsern, ja fast wie Plastik anfühlen.
Alte Vuitton-Koffer erzielen heute auf Auktionen sehr hohe Preise, und Sie können Freudensprünge machen, wenn Sie einen in einem Secondhand-Laden entdecken. Handtaschen bringen bei weitem nicht so viel; dennoch sind echte Stücke ein guter Kauf und lassen sich immer noch sehr gut tragen.
Eine andere Firma, die sich im Logowahn der Achtziger sonnte, tatsächlich aber schon viel früher angefangen hatte, war Gucci. Der Gründer Guccio Gucci eröffnete in den zwanziger Jahren in Florenz sein erstes Leder- und Sattelzeuggeschäft. Sein ursprüngliches Trensenmotiv findet sich noch heute auf Gucci-Artikeln. Schon bald konzentrierte Gucci sich nicht mehr ausschließlich auf Produkte, die mit der Reiterei zu tun hatten, und versuchte sich sehr erfolgreich als Designer von Haute-Couture-Hand-taschen und -Schuhen.

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