Weibliche Mode Schlankheit Frauenkleidung

Die Betonung der Schlankheit ist von jeher eine dankbare Aufgabe für die weibliche Mode gewesen. Leider sind die Variationen begrenzt. Es gibt kaum Spielraum für eine Weiterentwicklung. Der enge Schnitt der Frauenkleidung aus der Zeit um 1990, der ihre Trägerin groß und schlank erscheinen ließ, erfuhr noch eine letzte Steigerung. Der Humpelrock kam en vogue, der von der Hüfte bis zum Knie hinab bauschte und sich nach unten zu verengte. Er machte das Gehen fast zur Unmöglichkeit; Treppen konnten nur springend überwunden werden. Aber wann hätte die Mode schon nach der Zweckmäßigkeit gefragt? Pariser Modehäuser, u. a. Drecoll und Bechoff-David, zeigten sogar Hosenmodelle. Man ließ sich hier auf ein modisches Extrem ein, für das die Zeit noch nicht reif war. Die zum engen, langen Rock gehörigen Blusen wurden dünner und durchsichtiger. Die Wäsche mußte elegant geschnitten und vor allem reich mit Spitzen und Stickerei geziert sein. Man zeigte, was man hatte, und oft noch mehr. Gegen diese frivole Mode zog der Klerus beider Konfessionen zu Felde und die Obrigkeit bemühte ihre Polizei.

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